Enemy – Analyse, Interpretation und Erklärung

Spider and city in the head of the protagonist

25 Antworten

  1. donpozuelo sagt:

    Sehr toller Artikel! Vielen Dank für den Link 😉

    Das Ganze passt ja auch noch dazu, dass die riesige Spinne, die irgendwann mal über die Stadt wandern, sehr der Skulptur “Maman” angelehnt ist… 😉

    Es ist auf jeden Fall ein wirklich toller Film, den man sich echt mehrmals anschauen kann…

  2. Dave sagt:

    Sehr gelungene Zusammenfassung! Respekt

  3. chris sagt:

    Bravo, sehr gut gelungener Artikel! Vieles wird plausibel erklärt und die Tiefe des Films ergründet. Eine Frage stellt sich noch: warum wählen sowohl Anthony als auch Adam blonde Frauen? Steht dies nicht im Gegensatz zu der dunkelhaarigen Mutter-Figur? Ist es ein unbewusster Protest Adams gegen seine Mutter und alles was mit ihr assoziiert wird?

  4. Jonas sagt:

    Der Plot ist eine symbolisch-analogische, stellvertretend-visuell-auditive Übersetzung dessen, …

    Da muss man doch Grinsen, wenn man sowas schreibt oder? 😉
    Jedefalls interessanter Artikel. Ich werde den Film noch ein paar mal gucken und ihn mit deinen Worten abgleichen …..

  5. Daniel sagt:

    Vielen Dank. Sehr interessant.

  6. Daniel II sagt:

    Der Film Enemy basiert auf den Traum einer Spinne!

  7. Pollyanna sagt:

    Das mit dem Ringabdruck habe ich aber nicht verstanden :/

    • diesdas sagt:

      Ist doch “eigentlich” verständlich. Ich habe es so verstanden das Anthony den Ring abnimmt wenn er fremdgeht. Diese Szene soll verdeutlichen das die Geliebte rausbekommen hat das er verheiratet ist. so oder so ähnlich.

  8. diesdas sagt:

    Super Zusammenfassung. Mir war eigentlich fast alles klar, nur den zusammenhang mit der Spinne hatte ich nicht verstanden, wird aber deutlich mit deiner erklärung. das einzige was noch “offen” ist, ist die frage mit dem club. was genau soll das für ein club sein ? und warum fragt er helen ob sie “heute abend schon was vorhat”, will er mit ihr dahingehen ? btw, gleich in der ersten szene tritt eine frau auf eine spinne, was ja sinnbildlich für den film ist und sowas bedeutet wie das er seine angst besiegen (platt machen/töten) soll/wird.

    • Daniel II sagt:

      Also ich habe den Film ganz anderst verstanden. Am Anfang des Filmes im Club will die Frau auf die Spinne tretten…von da an, fängt der Film ja an. Durch die ganzen Szenen im Film die total unwirklich erscheinen kann es sich dabei nur um einen Traum handeln. Am Schluss des Filmes zuckt die Spinne im Zimmer zusammen was sicherlich mit dem tritt der Frau am Anfang des Filmes zu tun hat…was so viel heisst, die Spinne erwacht aus dem Traum.

      • Sven sagt:

        Gut erkannt! Die Spinne wirkt in der Endszene alles andere als bedrohlich/gefährlich, sondern ängstlich und schließlich zuckend vor Schreck.

        Dass hier die Spinne erwacht glaube ich nicht – aber ich denke da hast du dich nur falsch ausgedrückt.

        Vielmehr steht diese Szene und die Spinne dafür, dass der Protagonist Erkenntnisse gewinnt.

        Die bedrohliche Spinne wirkt einerseits nicht mehr bedrohlich und überaus gut erkennbar (kein Mensch mit Spinnenkopf), andererseits sogar unterwürfig.

        Wenn man die Spinne in der Endszene und die gigantische Maman-artige Kreatur etwa zur Mitte des Films vergleicht, sieht man, dass Protagnost große Fortschritte macht.

        Insofern ist der Film sogar eher mit einem Happy-End versehen. Auch wenn man es auf Grund der grotesk-genialen Spinnengestalt zuerst nicht wahrnehmen möchte.

        Denis Villeneuve ist einfach ein großer seines Faches. Ein toller Regisseur!

  9. M.G. sagt:

    Danke für diese Ausführungen .. sie haben meinen Durst nach Antworten gestillt

  10. Chrissi sagt:

    Ich habe den Film gestern gesehen und vieles war mir nach dem Ende ein Rätsel. So bin ich dann hier auf diese Seite gestoßen und habe Antworten gefunden.
    Danke für die ausführliche Ausführung.

  11. Pierre sagt:

    Eine Frage tut sich in mir allerdings auf..
    Wusste Helen von Adams Beruf als Geschichtslehrer? Als sie “diesen Mann auf dessen Arbeit” (Helens Worte) besucht hatte, kam sie so rüber, als wäre sie zum ersten Mal dort. Was soll die Szene am Campus zum Ausdruck bringen? Die Geschichte des Über-Ichs, und damit der Beruf von Anthony als Schauspieler, ist, wie wir auch hier in der Analyse erfahren haben, viel kurzweiliger.

    Wie konnte Adam seiner Frau so lange davon verschweigen Lehrer zu sein? Wieso hat er es ihr verschwiegen? Und das groteske: Wieso spricht sie ihm zum Schluss im Bett darauf an, wie es in der Uni war?

  12. Ben sagt:

    Vielen Dank. Mich würde aber auch interessieren, was die Quellen für diesen Artikel sind. Ich würde die gerne auch lesen!

    • Marcel Levermann Marcel Levermann sagt:

      Hallo Ben,
      die einzige direkte Quelle ist im ersten Abschnitt verlinkt. Ansonsten basiert vieles auf Theorien der klassischen Psychoanalyse (Freud und Lacan), die ich zur Auslegung des Films herangezogen habe.
      Liebe Grüße
      Marcel

  13. Ben sagt:

    Was mir gerade noch dazu einfällt: Nach dem Lesen des Artikels, welchen ich hier aus großer Neugierde gelesen habe und welchen ich als sehr gut und aufschlussreich empfunden habe, fühlte ich etwas komisches … Die Analyse hat das Filmerlebnis für mich möglicherweise etwas entzaubert. Der Reiz an dem Film war für mich persönlich, mir das Gesehene selbst erklären zu müssen. Und dann lese ich auf einer anderen Webseite etwas, was mich erheitert: “Man könnte das triebdynamisch, psychoanalytisch […] oder oder erklären. Kann man aber auch lassen […] Aber jetzt, sagt Denis Villeneuve, will er dieses Bild nicht mehr erklären. ‘Es macht viel mehr Spaß, es nicht zu erklären.'”

  14. Meyer sagt:

    der grösste Scheissfilm in meinem ganzen Leben !!!!!

  15. Meyer sagt:

    Auch für meinen Partner der grösste Scheissfilm. Seid ihr eigentlich alle krank ????

  16. Pansi sagt:

    Ich war zunächst ebenfalls etwas vom Ende enttäuscht, allerdings hat mich der Film nicht mehr losgelassen und schlussendlich bin ich hier gelandet 😉

    Ich kann die Interpretation sehr gut nachvollziehen, habe zu den räumlichen/städtischen Szenerien jedoch teilweise noch etwas explizitere Gedanken. Die unterschiedlichen räumlichen Situationen und ihre gleichzeitig anonymisierenden Entfernungen innerhalb der Großstadt vermögen es nämlich die sehr situative Gefühlslage des Protagonisten widerzuspiegeln. Die filmischen Kontraste und Ausformulierungen von Innen-, Zwischen- und Außenräumen sind dafür äußerst augescheinlich in Szene gesetzt.

    Für mich sind es gerade die Innenraumszenen, die auf die jeweilige Verfassung bzw. das Selbstwertgefühl von Adam/Anthony ggü. den drei Frauen hinweisen. Denn bis auf das Campusgespräch auf den Sitzbänken und das Telefonat (wobei man die Gesprächspartnerin ja nicht sieht) werden alle Dialoge und zwischenmenschlichen Handlungen in Innenräumen geführt.

    Adams karge/kleine Wohnung steht m.E. für das Minderwertigkeitsgefühl des Fremdgehens und gleichzeitig für das Ungenügende (Männliche) gegenüber seiner erfolgreichen Affäre. Selbst der Ortswechsel für den romantischen Ausflug in das ebenso karge Motel verändert in dieser Beziehung nichts. Die Luxuswohnung von Anthony könnte für seine Selbstgerechtigkeit oder gar Überheblichkeit gegenüber seiner (für ihn sexuell “langweiligen”) Frau stehen. Die riesige Wohnung der kultivierten Mutter stellt gleichzeitig das Wertschätzende der Mutter aber auch ihre Unerreichbarkeit dar.
    Mit Männern spricht er übrigens eher in anonymen “Zwischenräumen” – sei es der Concierge im Foyer oder Hausflur oder sich selbst im Motel außerhalb der Stadt.

    Soviel dazu 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.